Mittwoch, 21. Januar 2015

Meine neue grüne Liebe


Manche Trends brauchen etwas länger bis sie mich in ihren Bann ziehen. So war das auch bei Green Smoothies. Klar höre und sehe ich davon schon seit einer gefühlten Ewigkeit, aber warum auch immer hatte ich bis jetzt nicht den Drang dazu sie selbst einmal auszuprobieren.
Ich habe aber eh immer so Phasen was mein Frühstück angeht. Mal liebe ich eine Zeit lang Müsli, Overnight Oats und Porridge zum Frühstück, dann esse ich doch lieber wieder ein schönes Brot mit etwas Marmelade und dann habe ich eine Phase (meistens im Sommer) in der ich gerne fruchtige Smoothies zur morgendlichen Hungerbekämpfung vorziehe. Nie variiere ich täglich. Das geht immer nur phasenweise.

Vor ein paar Wochen war es dann so weit. Nach Monaten, in denen ich immer diverse Stars in Klatschzeitschriften mit super hippen Green Smoothies to go in den Händen begutachtete, packte auch mich die Lust das flüssige Grün zu testen. Natürlich kommen mir solche Ideen immer dann, wenn es keine Möglichkeit mehr gibt etwas einzukaufen. Entweder Sonntags, Feiertags oder ganz spät abends. Diesmal war es später Abend. Mit nassen Haaren und kuscheligen Bademantel blieb mir keine andere Wahl als mich mit dem zufrieden zu geben, was noch in Kühlschrank und Küche rumlag. Aus einer halben Gurke, etwas Zitrone und einer Kiwi wurde dann also mein allererster (etwas spatanischer) Green Smoothie. Ich war sofort vom Hocker. Suuuper lecker und total erfrischend. Irgendwie erinnerte er mich vom Geschmack her etwas an das Gurkeneis, das ich letztes Jahr in München beim Verrückten Eismacher gegessen hatte. Genau mein Ding!

Da mich der Bann gepackt hatte, wollte ich am nächsten Tag unbedingt direkt einen "richtigen" Green Smoothie probieren. Ich dachte, ein Laden würde einen Green Smoothie ja nicht anbieten, wenn er nicht auch schmecken und gekauft werden würde. Bei dean & david suchte ich mir also den Green Detox aus. Ein Smoothie aus Banane, Traube, Mango, Basilikum und Salat. Was soll ich sagen? Meine Liebe wurde immer größer! Zwar ließ die Farbe zu wünschen übrig, aber eine braune Plörre kann man schließlich nicht durch einen dean&david-Styroporbecher-to-go sehen. In einem durchsichtigen Becher hätte ich meinen Körper wohl ein paar Mal überwinden müssen. Übungssache ;)

Seit diesen Tagen ist in mir eine neue grüne Liebe entfacht und ich experimentiere sehr gerne mit neuen Kombinationen.
Einen Green Smoothie, den ich super für Einsteiger finde, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Er ist auch eher zufällig enstanden und besteht aus Gurke, Banane, Apfel und Petersilie. Mein Liebling momentan.


ZUTATEN FÜR 1 GROßES GLAS
1 Gurke
1 Banane
1/2 Apfel
5 Stängel Petersilie
1 Spritzer Zitrone
etwas Crushed Ice

1) Gurke und Apfel schälen und klein schneiden. Die Banane ebenfalls.
2) Alle Zutaten in einer Mixer geben und gut durchmixen.
3) Falls der Smoothie zu dickflüssig sein sollte, einfach etwas stilles Wasser hinzugeben.


Sonntag, 18. Januar 2015

Bunter Hirsesalat und ein netter Dialog


Neulich gab es ein sehr amüsantes Gespräch zwischen unserer Vermieterin und mir.

Sie: "Du bist ja Vegetarierin. Was isst du denn dann eigentlich?"
Ich: "Na, alles außer Fleisch und Fisch."
Sie: "Und warum?"
Ich: "Ich habe noch nie gerne Fleisch gegessen. Ich mag den Geschmack einfach nicht. Das war damals einer der Hauptgründe."
Sie: "Ahja, aber Meeresfrüchte oder Muscheln isst du dann ja schon oder?"
Ich: "Ne, die auch nicht. Die zähle ich immer zu Fisch dazu."
Sie: "Okay. Und von was ernährst du dich dann überhaupt?"
Ich: "Von allem anderen. Ich esse halt nur kein Fleisch und Fisch, aber Nudeln, Kartoffeln usw. esse ich ja alles."
Sie: "Achso okay. Das habe ich jetzt verstanden."

Wir verabschieden uns.
Am nächsten Tag klingelt bei uns das Telefon. Unsere Vermieterin. Sie hätte viel zu viel Hühnersuppe gekocht und fragt, ob wir ein Schüsselchen abhaben möchten. Sie betont auch noch "Die Hühnersuppe habe ich auch extra ohne Fleisch gemacht!"

Ich weiß ja nicht, wie eine fleischlose Hühnersuppe aussehen soll, aber für sie reicht es offenbar wenn man das Huhn aus der Suppe fischt. Ist ja schließlich kein Fleisch mehr zu sehen :D
Zur Erklärung muss man sagen, dass unsere Vermieterin etwa Anfang bis Mitte 70 und eine sehr liebevolle Person ist.


Und wie finde ich jetzt die Überleitung zum Hirsesalat? Gar nicht. Hirse ist aber auch sehr eisenhaltig, was ja gerade für die Herbivore unter uns sehr wichtig ist und um auf die Frage meiner Vermieterin zurück zu kommen: Von so etwas ernähre ich mich zum Beispiel! ;)

ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN ALS HAUPTMAHLZEIT
240 g Hirse
450 ml Wasser
2 El Tomatenmark
1 Schalotte
2 Tl Paprikapulver, edelsüß
1 Tl Sumak
1 Paprika
1 Salatgurke
15 Cocktailtomaten
1/2 Bund Minze
1/2 Bund Petersilie
Zitronensaft
Olivenöl
Salz
Pfeffer

1) Schalotte fein würfeln und mit etwas Öl in einer großen Pfanne anschwitzen.
2) Tomatenmark dazugeben und mit den Zwiebeln vermischen.
3) Hirse in die Pfanne geben und kurz leicht anrösten.
4) Wasser dazugeben und verkochen lassen.
5) Mit Paprikapulver und Sumak würzen. Hirse komplett abkühlen lassen.
6) Paprika, Gurke und Cocktailtomaten würfeln und unter die kalte Hirse rühren.
7) Minze und Petersilie fein hacken und ebenfalls unter die Hirse rühren.
8) Mit etwas Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Für gute Vorsätze: Selbst gemachte Apfelchips


Das neue Jahr ist jetzt schon wieder zwei Wochen alt. Wahnsinn, wie schnell die Zeit verfliegt.
Tatsächlich habe ich mir dieses Jahr gar keine wirklichen Vorsätze gesetzt. Nur Kleinigkeiten habe ich mir wieder ins Gedächtnis gerufen wie beispielsweise, dass ich endlich endlich endlich mal Éclairs selbst backen möchte! Und überhaupt habe ich mir erst ein einziges Mal bewusst etwas für das neue Jahr vorgenommen. Das ist jetzt schon vier Jahre her und wurde bis heute eingehalten. Ich bin nämlich wirklich so ein dickköpfiger Mensch. Wenn ich mir ein Ziel setze, dann erreiche ich das auch. Mit dem Kopf durch die Wand und komme was wolle :D

Auch wenn ich mir dieses Jahr keine großartigen Vorsätze gesetzt habe, mag ich sie. Denn das ungeschriebene Blatt Papier mit der Überschrift "2015" schenkt einem einen ungemein großen Motivationsschub. Ich wage zu behaupten, dass bei den meisten Personen eine gesündere Lebensweise auf der Liste steht. Egal ob mehr Sport, mehr trinken, gesünder ernähren oder weniger Alkohol - auf die eigene Gesundheit zu achten ist doch wirklich der Topseller unter den guten Vorsätzen.
Mit einem super leichten Rezept für selbst gemachte Apfelchips möchte ich euch alle bei den guten Vorsätzen unterstützen. Sie sind schön fruchtig, absolut lecker, gesund, süß und natürlich ohne Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und den ganzen Kram. Ein wirklich toller Snack.


ZUTATEN FÜR EINE PORTION
1 roter Apfel
Zimt

1) Den Apfel mit Schale auf einem Gemüsehobel in sehr feine Scheiben schneiden.
2) Apfelscheiben mit etwas Zimt bestreuen und auf einem Gitterrost bei Umluft 100°C ca. 1 Std. lang im Backofen trocknen.
3) Die heißen Apfelchips komplett abkühlen lassen und anschließend unbedingt luftdicht verpacken. Sonst werden sie wieder weich.

Man kann den Apfel mit oder ohne Kerngehäuse hobeln. Bei Apfelchips stört mich das Kerngehäuse gar nicht, ansonsten kann der Apfel vor dem Hobeln noch mit einem Apfelausstecher entkernt werden.


Freitag, 9. Januar 2015

Avocadokuchen mit Limettenguss und Pistazien


Heute melde ich mich endlich zurück aus meinem kleinen Winterschlaf. Ich hoffe, ich hattet alle wunderbare Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Das neue Jahr werde ich dazu nutzen endlich Dinge zu backen, zu kochen oder zu tun, die ich schon laaange auf meiner To-Do-Liste stehen habe. Unter anderem steht auf dieser Liste schon seit Monaten ein Avocadokuchen mit Limettenguss und Pistazien, den ich mal bei Lecker gesehen habe.
Als ich diese Woche gesehen habe, dass gerade Avocados im Angebot sind, habe ich die Gunst der Stunde ergriffen und das Backen des Kuchens in Angriff genommen.

Avocado und Kuchen klingt für manche vielleicht im ersten Moment seltsam, aber ich fühle mich von solch außergewöhnlichen Kombinationen immer magisch angezogen.
Der Kuchen ist total saftig, locker und schmeckt super gut. Der Guss aus Limetten unterstreicht den Geschmack des Kuchens und beides passt perfekt zusammen. Ich werde ihn bestimmt nicht zum letzten Mal gebacken haben!


ZUTATEN FÜR EINE 25 CM KASTENFORM
Avocadokuchen
225 g Butter, zimmerwarm
350 g Mehl
1 reife Avocado
1 Tl Zitronensaft
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
Prise Salz
4 Eier
1 Pck. Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
50 ml Milch

Limettenguss und Deko
250 g Puderzucker
5 El Limettensaft
abgeriebene Schale von 1 Bio-Limette
30 g Pistazienkerne

AVOCADOKUCHEN
1) Avocado halbieren, entkernen, aushöhlen und das Fruchtfleisch mit 1 Tl Zitronensaft pürieren.
2) Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz cremig rühren.
3) Nach und nach die Eier unterrühren.
4) Mehl, Backpulver und Mandeln mischen.
5) Abwechselnd die Mehlmischung, das Avocadopüree und Milch unter den Teig rühren.
6) Teig in eine eingefettete Kastenform füllen und bei 150°C Umluft etwa 60 bis 70 Min. lang backen (ca. 20 Min. vor Ende der Backzeit kann der Kuchen mit Alufolie abgedeckt werden, damit er nicht mehr dunkler wird).

LIMETTENGUSS
1) Puderzucker mit Limettensaft glatt rühren.
2) Abgeriebene Schale von einer Bio-Limette unter den Guss rühren.
3) Guss auf dem kalten Kuchen verteilen und mit Pistazienkernen dekorieren.


Leider hat meine Vorratshaltung mich diesmal enttäuscht. Statt der erwarteten neuen Packung Puderzucker, fand ich nur noch einen kleinen Rest im Schränkchen. Daher der hauchdünne Guss auf meinem Kuchen und meine neu erlangte Erkenntnis: Immer (wirklich immer!) noch mal in die Schränke schauen, bevor ich einkaufen gehe! Der nächste Vorsatz für 2015 ;)